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Der
Obstbaubetrieb wird seit dem Jahr 1989 nach den Richtlinien des
Naturland
Verbandes bewirtschaftet und es werden momentan auf 17ha fast
ausschließlich Äpfel angebaut.
Folgende
Sorten sind hauptsächlich im Anbau: Topaz, Jonagold, Idared,
Glockenapfel, Florina, Fiesta und Boskoop.
Die
Äpfel wachsen überwiegend auf Niederstammbäume, da nur
noch auf solchen, verkufsfähige Äpfel angebaut werden
können.
Eines
der größten Probleme im Apfelanbau am Bodensee ist der
Schorfpilz. Aufgrund der hohen Niederschläge im April und Mai
hat der Pilz sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten und ist
entsprechend schwer zu bekämpfen.
Deshalb
geht man nach Möglichkeit über auf schorf- und eventuelll
auch mehltau-resistente Sorten wie Topaz und Florina. Allerdings gibt
es noch nicht viele resistente Apfelsorten, die auch geschmacklich
überzeugen.
Bekämpft
wird der Schorf, wie auch andere Pilzkrankheiten mit
Schwefelpräparaten und Urgesteinsmehlen, sowie Wasserglas.
An
tierischen Schädlingen gibt es den Apfelblütenstecher, den
Apfelwickler, die Apfelsägewespe und die Apfelblattlaus, um die
wichtigsten zu nennen.
Bekämpft
werden diese mit Pyrethrum-Extrakt, Neem-Öl,
Quassia-Holz-Exsudat oder Nützlingen, die man gezielt ausbringt.
Die
Äpfel werden im eigenen Kühl und CA-Lager gelagert und vor
dem Verkauf selbst sortiert.
Im
CA-Lager werden die Äpfel unter kontrollierter Atmosphäre
gelagert. Das bedeutet, das in einem solchen Lagerraum eine
Atmosphäre von ca. 2% O2, 2% CO2 und daher 96 % Stickstoff
herrscht. Außerdem eine Lagertemperatur von 2-4°C. Durch
den verringerten Sauerstoffanteil befinden sich die Äpfel in
einer Art Tiefschlaf und reifen viel langsamer. So sind sie, je nach
Sorte, bis Juli lagerfähig. Das rauhere Klima auf 570müM
lässt die Äpfel langsamer heran reifen, aber dafür
viel aromatischer schmecken als in milderem Klima.
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